Woran erkennt man, dass man schon in Hypnose ist? Bericht eines Klienten – 27. Nov. 2020

Eine Frage, die sich wohl jeder stellt, wer sich erstmals hypnotisieren lässt: wie erkennt man selber, ob man bereits in Trance bzw. in Hypnose ist. Auch ich stellte mir die Frage natürlich bei meiner ersten Hypnose, bei welcher ich zugegebenermaßen auch etwas aufgeregt war. Meine Eindrücke und Erfahrungen sowie meine Antwort auf diese Frage möchte ich in diesem Artikel kurz darstellen.

Zunächst muß ich festhalten, daß der Hypnose-Zustand keineswegs ein Zustand von Willenlosigkeit ist oder ein Zustand, in welchem man nichts mehr mitbekommt oder gar schläft. In all meinen bisherigen wunderschönen Hypnose-Sitzungen bekam ich stets jedes Wort von Alexandra glasklar mit. Auch wenn ich immer sehr tief entspannt war, so wusste ich stets immer, wo ich bin und was geschieht. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass ich mich aus diesem Zustand selber herausführen hätte können, sofern dies aus irgendeinem Grund dringend erforderlich gewesen wäre.

Nun, soweit so gut, aber war ich dann überhaupt in Hypnose oder „nur“ sehr entspannt? Ich muß hier ehrlich festhalten, dass ich nach meiner ersten Hypnose diese Frage nicht wirklich beantworten hätte können: zum einen verlief die Sitzung absolut unspektakulär, zum anderen war ich doch in einem sehr tiefen Entspannungszustand. Dies lag wahrscheinlich auch an einer etwas falschen, spektakuläreren Vorstellung von Hypnose. Wie auch immer, bei weiteren Hypnose-Sitzungen erkannte ich aber nach und nach immer mehr Nuancen, aufgrund derer ich langsam immer überzeugter wurde, dass ich nicht nur in einem blossen Entspannungszustand war, sondern dass ich in einem „anderen“ Zustand war, in welchem offensichtlich mein Unterbewusstsein sehr gut angesprochen werden konnte. Zum Beispiel spürte ich mit der Zeit einzelne Körperpartien deutlich weniger als in einem „normalen“ Entspannungszustand: ich nahm meine zur Faust geballten Hände nur noch teilweise wahr, ich spürte hier nicht mehr, wie die Finger die Handteller berührten; ähnlich wenig spürte ich meine Füße. Auch merkte ich eine wohlige Wärme, die mich umgab, so dass ich teilweise nicht mehr sicher war, ob ich nun einen Pullover anhatte oder doch nicht. Mit diesen Beobachtungen wurde mir immer klarer, dass ich mich in einem „anderen“ Zustand befand, der sich aber absolut toll und extrem entspannend anfühlte. In diesem Zustand bekam ich von Alexandra auch Suggestionen, z.B. um in Zukunft auf Süßigkeiten einfacher verzichten zu können. Diese Suggestionen nahm ich glasklar wahr, aber auch ein bisschen so, als würden diese Worte nicht direkt an mich gerichtet sein, so als ob ich nur Zuhörer wäre und die Worte an wen anderen gerichtet wären. Tatsächlich sind diese Suggestionen nicht an mein zuhörendes Bewusstsein gerichtet gewesen, sondern an mein Unterbewusstsein. Dies wurde mir auch erst mit weiteren Hypnose-Sitzungen klar. Ein weiterer Indiz für die Hypnose war am Ende der Sitzung das supertolle Entspannungsgefühl, also dass man sich extrem wohl fühlte… ein Gefühl, dass man wohl nicht so einfach durch ein bisschen „normales“ Entspannen so erleben kann. Dies waren meine ersten Beobachtungen, wo ich also während der Sitzung erkennen konnte, dass ich in Hypnose war. Natürlich wirkten die Suggestionen der Sitzung nachhaltig, so dass ich nicht an der Wirkung der Hypnose per se zweifelte.

Inzwischen erkenne ich noch an anderen Beobachtungen, dass ich während der Sitzung bereits in einen Hypnose-Zustand eingetaucht bin. Zum Beispiel beginnen meine Augenlider manchmal zu flattern, ein Zeichen dafür, dass das Unterbewusstsein bereits die Botschaften zu verarbeiten beginnt. Andererseits merke ich teilweise eine extreme Entspannung, dass alles andere komplett unwichtig ist, ich also bereits richtig losgelassen habe. Außerdem spüre ich bereits in der Einleitungsphase die ersten Hypnose-Phänomene, dass ich die von Alexandra gegebenen Entspannungsanweisungen sozusagen automatisch umsetze, d.h. mein Unterbewusstsein führt bereits die Entspannung von Arme oder Beine aus, ohne dass ich aktiv viel dazu tun muß.

Also Fazit kann ich also festhalten, dass mir mit jeder Hypnose-Sitzung mehr und mehr Indizien aufgefallen sind, anhand denen ich mittlerweile erkennen kann, dass ich in einem Hypnose-Zustand bin. Dies wiederum erlaubt mir bei den Sitzungen auch zu erkennen, wann ich irgendwann wieder in diesen Hypnose-Zustand rutsche. Dies gibt mir auch immer Sicherheit, dass ich mich mittlerweile nicht mehr fragen muß, ob ich schon in Hypnose bin. Allerdings wird wohl jeder Mensch den Zustand der Hypnose etwas anders feststellen, aber ich hoffe, ich konnte so mit meinen Eindrücken und Erfahrungen etwas Licht hinter die eingangs gestellte Frage bringen.

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